Team Mensch-Hund
Team Mensch-Hund

Fallbeispiel Homöopathie

Deutsche Dogge, 2 Jahre.

Anamnese: Herpesinfektion am 2 Tag nach Geburt, Aufzucht mit Milchpräparaten. Bei Abgabe 10 Wochen alt. Entwurmung erfolgte kurz vorher. Impfung mit 11 Wochen, danach direkte virale Infektion mit darauffolgender Lungenentzündung.

Behandlung: Infusionen wegen Flüssigkeitsverlust, Antibiotika zur Verhinderung einer Begleitinfektion.

 

Obwohl das Tier zu dem Zeitpunkt sehr schwach war, folgte 3 Wochen später die komplette Genesung.

 

Nach ca 2 Monaten, bildete sich im Nacken eine kahle Stelle, die stetig größer wurde. Zudem litt das Tier an starkem, wiederkehrenden Durchfall. Das linke Auge war zeitweise gerötet.

 

Nach verschiedenen Therapieversuchen, u.a. Milbenausschluß, folgt ein Test auf Futtermittelallergien. Dieser bestätigt den Verdacht. Es erfolgt Futterumstellung. Zur Behandlung der kahlen, juckenden Stelle wird äußerlich eine Calendulatinktur aufgetragen. Zur Stärkung des Immunsystems erfolgt die Behandlung mit Echinaccea.

Der Körper wird mit Berberis entgiftet. Nach wenigen Wochen verschwindet die kahle Stelle und unter strenger Einhaltung der Fütterung erholt sich auch der Darm.

 

Durch das minder vorhande Immunsytem, treten wiederkehrende Rötungen am Auge auf, streßbedingte Ausschläge und Durchfälle. Durch sofortigen Einsatz von Calendula und Mercurius Cor. tritt schlagartige Besserung ein.

 

 

Trotz schlechter Prognosen ist das Tier mittlerweile 5 Jahre alt und erfreut sich am Leben.

Fallbeispiel Bachblüten

Golden Retriever, 9 Jahre.

 

 

Fallbeispiel Verhaltenstherapie

Bordercollie-Mix 2 Jahre.

 

Problem:Starker Hütetrieb, der sich durch hinterherlaufen von Joggern und Spaziergängern ausdrückt. Teils wird in die Wade gezwickt. Das Rufen bzw. die Kommandos von der Besitzerin, werden nicht mehr wahrgenommen.

 

Beim Erstgespräch wird das Verhalten analysiert und die Gewohnheiten besprochen.

Frau M. teilt mir mit, dass sie den Welpen mit bereits mit 6 Wochen holte. Bis er ca. 10 Monate war gab es keine Zwischenfälle und die Grundkommandos wurden beherrscht. Dann fing der Bordercollie an, Menschen hinterher zu laufen und später zu zwicken. Über die Monate wurden die Spaziergänge kürzer, da Frau M. Angst vor Vorfällen hatte und diese Angst sich deutlich auf das Tier übertrug. Zuhause gab es keine Grenzen für das Tier. Er durfte überall liegen und auch das Futter stand ganztags zur Verfügung. Zuerst änderten wir die das Verhalten zuhause. Die Ressourcen wie Spielzeug und Futter wurden nur noch zu bestimmten Zeiten verteilt und merh AUfmerksamkeit auf das Verhalten gelegt. Kommandos wurden konsequenter durchgesetzt und der Gassigang wurde erst gestartet, wenn der Hund ruhiger wurde. 

Frau M. war beruftätig und von 9.00-15.30 außer Haus. Sie suchte sich den Hund damals aus weil er ihr gefiel ohne sich über Wesensmerkmale und Rasse zu informieren. Nachdem diesbezüglich eine Aufklärung stattfand, entschied sie sich für den Hund stellte weitgehend die Gewohnheiten um, damit die Bedürfnisse des Hundes gedeckt werden konnten. Im Haus lernte der Collie schnell, merh auf seine Besitzerin zu achten. Um den Hütetrieb zu kontrollieren, schlug ich vor Alternativen zur Beschäftigung anzubieten, da man das jahrelange Zuchtziel einer Rasse nicht einfach unterdrücken kann. Zuerst wurde der Reiz unterbrochen und positiv auf die Besitzerin gelenkt. Die halbe Tagesration des Futters bekam der Hund nun beim Morgenspaziergang, der auf 1 Stunde erweitert wurde. Nach ca zwei Wochen Übung folgte der zweite Schritt, das Erlernen von Fährten suchen. Als dritter Schritt wurde das Laufen neben dem Rad gelernt. Nach wenigen Wochen verbesserte sich das Verhalten, Frau M. bekam wieder Vertrauen und es wurden erste Versuche ohne Schleppleine gestartet. Durch die Kopfarbeit und das Radfahren wurden die Energie des Tieres positiv ausgelebt und eine Mensch-Hundbeziehung aufgebaut. Das Hüteverhalten ist natürlich noch vorhanden, konnte jedoch so gelenkt werden, dass es von Frau M. steuerbar ist.

Beim letzten Besuch nach 3 Monaten erwies sich die Arbeit als voller Erfolg und was am Anfang von Frau M. als "Arbeit" angesehen wurde ist nun ein Freizeitspaß für beide. Das Mensch Hund - Team kann nun viel besser miteinander kommunizieren.